Delancy-Street

Solarröhren für Delancey Street London

Ein Gebäude im Zentrum von London setzt Solarröhren nicht nur zum Erzeugen von erneuerbarer Energie ein – die Röhren schaffen auch eine eindrucksvolle Fassade.

Die Präzision, mit der unsere Installateure die Varisol-Röhren als integralen Bestandteil des Gebäudedesigns anbringen konnten, war bei dieser Entwicklung ganz wichtig. Das Ergebnis ist so beeindruckend, dass der Verkehr in der Nachbarschaft zum Stillstand kommt!

Finbarr McCarthy,
Specification Design Manager bei Kingspan

Das Projekt

Ein Gebäude im Zentrum von London setzt Solarröhren nicht nur zum Erzeugen von erneuerbarer Energie ein – die Röhren schaffen auch eine eindrucksvolle Fassade.

Herausforderung

Im deutlichen Gegensatz zu den typischeren diskreten Installationen der Erneuerbare-Energie-Technologie hat der Architekt Nick Baker beschlossen, den Einsatz von Solarkollektoren in seinem Camden-Projekt zu feiern, indem er sie an der Vorderseite des Gebäudes platzierte.

Das beeindruckende mehrstöckige Wohnhaus in der Delancey Street weist im Erdgeschoß eine Gewerbeeinheit und in den oberen Etagen 14 Wohneinheiten auf. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil des Gebäudes und seiner Fassade und wurde von The Code for Sustainable Homes mit der Stufe 3 bewertet.

Insgesamt hängen 925 Kingspan Varisol Vakuumröhren-Solarkollektoren in Böschungen an den äußeren vorderen Wänden und schaffen eine einzigartige und schöne Vorderfront, die sich mühelos in einen unter Denkmalschutz stehenden Bereich eingliedert.

Lösung

Die Spezifikation für diese neue, hochgradig maßgefertigte Erneuerbare-Energie-Anlage wurde von internen Designern und Ingenieuren von Kingspan durchgeführt. Eine besondere Beachtung fand dabei das Design der Vorderseite des Gebäudes und die Art des zur Verfügung stehenden Raums. Normalerweise werden Solarplatten und -röhren auf einer flachen Oberfläche angebracht, doch in der Delancey Street verläuft die Süd-/Südwestseite des Gebäudes in einem Bogen.

Das erste Problem – der Bogen – wurde durch die Anbringung der Kollektorröhren in einer Reihe von sechs vertikalen
Böschungen behoben. Das zweite Problem, das größere Bedenken aufwarf, war der ungleichmäßige Raum, der von den einzelnen Böschungen
ausgefüllt werden musste, um die einzigartige Fassade des Gebäudes zu vervollständigen.

Hier kam die Anpassungsfähigkeit der solarthermischen Varisol-Kollektorröhren zum Einsatz. Sie werden nach Kundenanforderung hergestellt, sodass sie auch ungleiche oder individuelle Flächen durch ihr raffiniertes modulares Design ausfüllen. Bei herkömmlichen Verteilerkollektoren ist eine bestimmte Anzahl (20 oder 30) von Röhren in starren Platten angeordnet, sodass sie höchst unflexibel sind. Die Anzahl der Varisol-Kollektorröhren kann jedoch variiert werden, um sicherzustellen, dass die Installation der Größe des auszufüllenden Raums exakt entspricht. Außerdem haben sie eine lange Lebensdauer und eignen sich daher ideal, um sie an exponierten Stellen "vorzuführen". So kam es, dass die endgültige Fassade in der Delancey Street vier Böschungen mit 175 solarthermischen Kollektorröhren, eine Böschung mit 133 Röhren und eine mit 92 Röhren umfasste.
Und um den Look abzurunden, erhielten die Polymer-Enden der Röhren ein smartes Metallgehäuse. So fingen lediglich die Glaskollektoren die Sonnenstrahlen und die Blicke der Passanten ein.

Die Kingspan Thermomax Ingenieure mussten zudem eine Lösung für die sichere Befestigung der Kollektorröhren an den isolierten Vorderwänden des Gebäudes finden. Sie berieten sich eng mit den Kollegen bei Kingspan Insulated Panels, von denen die hochwertigen Benchmark Karrier-Kollektoren geliefert worden waren. Bohrungen an den Kollektoren kamen aufgrund des permanenten Schadens, der dadurch entstanden wäre, und weil sie die Isolierleistung stark beeinträchtigt hätten, nicht in Frage. Stattdessen entwickelten die Kingspan Ingenieure zur Befestigung der Solarröhren spezielle Halterungen, die die Struktur der Kollektoren nicht veränderten.

Finbarr McCarthy, Specification Design Manager bei Kingspan Environmental, sagt dazu: "Die Präzision, mit der unsere Installateure die Varisol-Röhren als integralen Bestandteil des Gebäudedesigns platzieren konnten, war bei dieser Entwicklung ganz wichtig. Das Ergebnis ist so beeindruckend, dass der Verkehr in der Nachbarschaft zum Stillstand kommt!

"Aber das Ganze ist nicht nur schön; es ist zudem hocheffizient beim Einfangen von Sonnenenergie. Der Entwurf umfasst insgesamt nahezu 93 m2 solarthermische Röhren, was eine Ersparnis von mehr als 5.000 m3 Gas bedeutet und die CO2-Emissionen um ca. 11.000 kg reduziert."

Die Anlage ist im Hinblick auf Zahlungen aus der Kategorie "Non-Domestic" im Rahmen des staatlichen Programms "Renewable Heat Incentive" (RHI) förderfähig, das finanzielle Zuschüsse für Technologien zur regenerativen Wärmeerzeugung für die Lebensdauer der Anlage (20 Jahre) gewährt.

Die Zahlungen basieren auf der Wärmemenge, die pro Kilowattstunde (kWh) erzeugt wird; Solaranlagen wie in der Delancey Street generieren eine garantierte Zahlung von 0,10 GBP pro kWh.
Daher ist es wohl nicht verwunderlich, dass die Entwicklung "Solstice Point" (Sonnenwendepunkt) genannt wurde und einer der Innenhöfe den Namen "The Solar Park" erhielt.

Dasselbe Ethos hinsichtlich Funktionalität und Design von Solarthermie findet sich auch in anderen Ländern. Zum Beispiel setzte das Lane Community College in den USA Kingspan Solar Varisol-Vakuumröhren ein, die so angeordnet wurden, dass sie im Sommer Schatten spenden, um die passive Kühlung des Gebäudes zu unterstützen, und gleichzeitig das Wasser heizen und der mehrstöckigen Eingangshalle mehr Sichtschutz bieten.

In der Schweiz wurden 124 Varisol DF, aufgeteilt in Reihen von 11 bzw. 9 Röhren, exakt abgemessen, sodass sie einen begrenzten Bereich in einem dreistöckigen Gebäude ausfüllen und – als Balkongeländer – komplett in das strukturelle Design integriert sind.

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