Interview Susanne Sudholz - "Die Baulinie hat uns inspiriert"

20 Mai 2019 Kingspan
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Ein spannendes Interview zu modularer Bauweise, nachhaltigem Bauen, neuen Ideen und der Zukunft des Bauens mit Susanne Sudholz, Innenarchitektin und Planerin eines innovativen Wohnhauses in Oldenburg

 
  1. Worauf haben Sie bei der Planung besonderen Wert gelegt?
"Wir wollten ein zeitloses, kompromissloses Design. Das Haus sollte auf jeden Fall gestaltet aussehen und ein Hingucker werden. Gleichzeitig wollten wir einen Bezug zu den vorhandenen Gebäuden und auch zur Umgebung schaffen. Die Baulinie hat einen Versprung, der es sehr interessant macht. Es brachte uns auf die Idee, mit zwei versetzten Grundrissen zu arbeiten. Das macht das Gebäude so spannend. Zudem wollten wir eine Firsthöhe von 12 Metern erreichen. Dabei waren die langen Lieferlängen der Wandelemente von Kingspan sehr von Vorteil. Nur damit konnten wir die komplette Südfassade ohne angesetzte Fugen realisieren. Mein Mann ist zudem Maschinen- und Elektroingenieur und wir legen großen Wert auf Energieeffizienz. Sein Motto: Möglichst keine Energie durch die Gebäudehülle entweichen lassen. Wir wollten mit dem Bau neue Wege gehen und auf eine energieeffiziente, nachhaltige und möglichst wirtschaftliche Bauweise setzen."
 
2. Die Energieeffizienz spielt für Sie eine große Rolle. Kamen Sie so auf den QuadCore Dämmkern?
"Ja, in der Tat. Die Paneelbauweise überzeugte uns schon wegen der Bauart. Der einzigartig gute Lambdawert von 0,018 der QuadCoreTM Wandpaneele war aber ebenso ein wichtiges Argument. Wir haben die gesamte Gebäudetechnik so angelegt, dass keine Energie durch die Wände verloren geht. Das geht nur mit einer besonders guten Dämmung"
 
Wohnhaus in Grau mit QuadCore Wandpaneelen
3. Das Haus wirkt sehr modern und wie aus einem Guss. Wie ließ sich das erreichen?

"Das A und O ist der gute Entwurf mit der schlanken Form, dem Versatz und den Achsen. Die langen vertikal verlegten Wandpaneele mit der schimmernden Oberfläche und die Greyrock-Farbe bringen das Ganze dann zur finalen Wirkung. Das passende Zubehör spielte für uns auch eine entscheidende Rolle.Farben und Formen passen bei allen Teilen perfekt zusammen. Auch die werkseitig verbauten Velux-Fenster fanden wir gut. So waren keine zusätzlichen Arbeiten auf der Baustelle nötig. Das sorgt zudem für bessere Haltbarkeit und dauerhafte Dichtigkeit der Elemente."
 
4. Nun wohnen Sie auch selbst darin. Wie fühlt es sich an?

"Unser Sohn wohnt darin. Er fühlt sich sehr wohl in dem Haus. Und wir erfreuen uns jeden Tag an der tollen Wirkung des Gebäudes. Es ist uns tatsächlich gelungen, etwas Besonderes zu erschaffen. Das Design ist individuell und kann nicht verdorben werden. Alles ist stimmig. Besonders die Achsen und Höhen überzeugen. Die geschlossene Ostfront wirkt ästhetisch. Nach Westen öffnet sich das Haus mit einer imposanten Glasfront. Das ermöglicht freies Wohnen und eignet sich für weltoffene Menschen."

5. Welche Erfahrungen haben Sie beim Bauen mit den QuadCore Paneelen gemacht?

"Wir waren sehr erfreut wie schnell alles ging. Die komplette Fassade samt Dach und Velux-Fenstern war in einer Woche fertig. Kein Nachbessern, keine Probleme. So sollte es immer sein."
Wohnhaus in Grau mit QuadCore Wandpaneelen
Es gibt schon viele Interessenten für das Haus. Sie sprachen von modularer Bauweise und davon, es sogar in Serie anzubieten? Das ist spannend. Wie könnte das aussehen?


"Ausschlaggebend war für uns das Meterraster auch der Paneele. Es ermöglicht eine einfache Planung ist flexibel und macht einfach Spaß. In unserem Fall hatten wir zum Beispiel ein Grundstück von 550 m², von denen wir 110 m² bebauen konnten. Mit dem Meterraster ergibt sich da schnell eine Strecke von 11 m als Baulinie. Das Maß lässt sich aber ebenso leicht an andere Grundrisse anpassen. Zusammen mit der leichten Bauweise und dem Systemcharakter der Paneele entstand so die Idee, das Haus quasi als Bausatz anzubieten.  "

 
7. Können Sie Planern oder Kollegen wichtige Hinweise geben?

"Ja ganz entscheidende. In Deutschland und sicher auch einigen europäischen Ländern gibt es für sogenannte Null-Energiehäuser staatliche Fördermittel. In Deutschland ist es die sogenannte KfW-Förderung. Es gibt aber einige Bedingungen zur finalen Abnahme. Unter anderem gehört dazu in Deutschland ein bestimmter Blower-Door-Test, mit dem die Luftdichtigkeit gemessen wird. Die hätten wir mit den Paneelen und gut verbauten Fensterlösungen problemlos erreichen können. Was wir versäumt haben ist Folgendes: Wir hätten eine Folie auf die Bodenplatte aufbringen müssen, die dann die Paneele umschließt, um so einen luftdichten Abschluss an der Verbindung von Boden und Wand zu erreichen. Kein großer Aufwand, das lässt sich nur nicht nachträglich verbauen. Beim nächsten Haus würden wir es auf jeden Fall berücksichtigen."

8. Die graue Farbe wirkt sehr modern. Was mögen Sie als Innenarchitektin an der Farbe? Ist sie gerade Trend?

"Als Innenarchitektin bin ich sehr froh, dass es endlich etwas weg geht von der doch eher biederen Backsteinoptik. Im Gewerbebau ist grau ja schon länger im Trend, ich hoffe, dass es sich auch im Privatbereich weiter durchsetzt. Das gilt übrigens auch für die Paneelbauweise. In meinen Augen sollte diese effiziente und vorteilhafte Bauart viel öfter eingesetzt werden. Wir haben so moderne Baustoffe, warum setzten wir sie nicht ein? Um noch einmal zur Farbe zu kommen. Greyrock war für uns die richtige Wahl. Die Farbe fügt sich hier gut ins Gesamtbild und wirkt lebendig. Je nach Lichteinfall verändert sich die Stimmung: Tagsüber wirkt sie heller, abends wärmer. Zudem hat die Oberfläche einen schönen Schimmer."


9. Haben Sie weitere Zukunftsvisionen in Sachen Bauen?

"Ich würde mir wünschen, dass die Architektur in Deutschland noch moderner wird. Das bedeutet auch mehr Offenheit gegenüber neuen Bauformen und sich mehr zu trauen. Auf Seiten der Architekten aber auch der Bauherren. Moderne Baumaterialien sollten noch breitere Anwendung finden und so zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit führen."
 

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